Psychoprophylaxe

Einige Fragen und Kriterien zur Psychoprophylaxe 1

Bin ich psychisch gesund? Wie bleibe ich psychisch gesund?

Was ist unter psychischer Gesundheit zu verstehen?
Wie bleiben wir psychisch gesund?

  • Wie beschreibt sich ein psychisch stabiler und gesunder Mensch?
  • Kann hierzu aus fachlicher Sicht eine positiv-prognostische Einschätzung und Bestätigung erfolgen?
  • Wie erhält man ein psychisch-stabiles Gesundsein?
  • Gibt es hierzu verlässliche Leitlinien?

Risiken, psychisch zu erkranken

  • Welche in der eigenen Person liegenden und welche psychosozialen Umstände erhöhen das Risiko psychisch zu erkranken?
  • Was sind typische Anzeichen von beginnenden psychischen Erkrankungen?
  • Wie machen sie sich körperlich-organisch, wie seelisch-emotional bemerkbar?
  • Was sollte man bei ersten Anzeichen tun/unterlassen?

Psychische Störung

  • Wann spricht man schließlich von einer psychischen Störung, für die eine psychotherapeutische Behandlung indiziert ist?
  • Was wäre dann zu tun/ zu unterlassen?

Antworten aus professioneller Sicht zur Psychoprophylaxe 1

Psychische Gesundheit – Erkrankungsrisiken – Störungen

Ein psychisch stabiler und gesunder Mensch

  • schildert kein psychopathologisch-symptomwertiges Erleben und leidet nicht unter Störungen psychosomatischer Art.
  • kann übliche persönliche, familiäre und berufliche Belastungen selbst oder mit Unterstützung des Partners, von Freunden oder psychologisch geschulten Beratern bewältigen.
  • fühlt sich selbst grundsätzlich sicher, autonom und wohl in Beziehungen und Gemeinschaft.
  • »weiß, wer er ist«, verfügt über eine gute Orientierung im Leben und blickt zuversichtlich in die Zukunft.
  • erfährt sich, sein Leben und das Älterwerden als Kontinuum, eingebunden in »Zeit und Raum« – kann sich ohne große Mühe an Vergangenes erinnern, Gegenwärtiges als ein Geschehen erleben und sich Zukünftiges vorstellen.
  • kann eigene Wünsche und Bedürfnisse, aber auch Unsicherheiten, Befürchtungen und Ängste beschreiben.
  • berücksichtigt in Beziehungen und im Umgang mit anderen die eigenen Bedürfnisse und die des anderen in angemessener Weise.
  • besitzt ein stabil-flexibles Selbstbewußtsein, läßt persönliche Akzente in seinen Leitvorstellungen erkennen und verfügt über differenzierte ethische und moralische Grundannahmen und Wertvorstellungen.

Nach einer fundierten diagnostischen Abklärung kann

  • eine positiv-prognostische Einschätzung und Bestätigung vorhandener psychischer Kompetenz abgegeben werden – freilich im Umfang der üblichen Schwankungsbreite evidenzbasierter Psychodiagnostik.
  • erfaßt und besprochen werden, wie hoch das individuelle Risiko sein könnte psychisch zu erkranken, wozu man die psychosozialen Bedingungen und Einbindungen des Betreffenden berücksichtigt und in Relation setzt zur ermittelten psychischen Kompetenz.
  • man Empfehlungen abgeben, was der einzelne zur weiteren Aufrechterhaltung seiner psychischer Gesundheit tun oder unterlassen könnte.
  • man auf typische Anzeichen von beginnenden psychischen Erkrankungen hinweisen (körperlich-organisch / seelisch-emotional).
  • bei Feststellung einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung die Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung gestellt werden.

Maßnahmen

Zu diesen Themen haben wir — ein psychotherapeutisch erfahrener Kollegenkreis —  Informations- und Beratungskonzepte ausgearbeitet, die sich in der Praxis bereits gut bewährt haben.

Wenn Sie eine Beratung wünschen, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail (Adresse unter Kontakt).


  1. »Psychoprophylaxe«, Lexikon der Psychologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2000